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SAP Zero Copy bedeutet nicht Zero Cost: Was Unternehmen berücksichtigen sollten

Veröffentlicht

September 29, 2026

5 Minuten Lesedauer

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SAP

dab Nexus

Die Ankündigung von SAP Business Data Cloud (kurz: BDC) und den damit verbundenen Zero-Copy-Funktionen hat in vielen Unternehmen für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Botschaft klingt zunächst überzeugend: Daten müssen nicht mehr kopiert werden, bleiben an ihrem Ursprungsort und können dennoch für Analytics und AI genutzt werden. Weniger Datenbewegung, weniger Komplexität, weniger Kosten. Doch genau an diesem Punkt entsteht häufig ein Missverständnis.

SAP Zero Copy bedeutet, dass keine physische Datenkopie erzeugt wird. Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Bereitstellung und Nutzung der Daten keine Kosten verursacht, denn SAP selbst sieht für Zero-Copy-Szenarien eine verbrauchsabhängige Abrechnung vor.

Was bedeutet SAP Zero Copy?

Im Kontext der SAP Business Data Cloud beschreibt SAP Zero Copy die Möglichkeit, Datenprodukte zwischen SAP und unterstützten externen Plattformen bereitzustellen. Eine entsprechende Integration mit Microsoft Fabric wurde von SAP und Microsoft angekündigt. Vor einer konkreten Architekturentscheidung sollten Unternehmen den jeweils aktuellen Verfügbarkeitsstand und Funktionsumfang prüfen.

Daraus resultieren folgende Vorteile:

  • Weniger zusätzliche Datenkopien
  • Schnellere Bereitstellung bereits vorhandener Datenprodukte
  • Weniger Synchronisationsaufwand
  • Zentral definierte und semantisch aufbereitete SAP-Datenprodukte

Technisch ist das ein interessanter Ansatz. Wirtschaftlich betrachtet endet die Diskussion jedoch nicht bei der Frage, ob Daten kopiert werden.

Ist SAP Zero Copy kostenlos?

Nein. „Zero Copy“ beschreibt zunächst die technische Art des Datenzugriffs und ist nicht mit „Zero Cost“ gleichzusetzen.

Mit dem neuen BDC-Lizenzmodell erfolgt die Abrechnung über Capacity Units (kurz: CU). Für Zero-Copy- und Delta-Sharing-Szenarien wird dabei der Dienst „SAP Business Data Cloud Connect “ verwendet. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom eingesetzten Dienst, dem Nutzungsmuster und den jeweils gültigen SAP-Lizenzbedingungen ab. Je nach Szenario können für die Bereitstellung und Nutzung Capacity Units anfallen. Eine erste Orientierung bietet der SAP Business Data Cloud Capacity Unit Estimator.

Laut SAP entstehen Kosten unter anderem für:

  • Network Data Transfer
  • Processing Requests (API-Aufrufe)

Welche Verbrauchswerte im konkreten Szenario berücksichtigt werden, sollte im aktuellen SAP Business Data Cloud Capacity Unit Estimator geprüft werden. Damit wird klar: Auch wenn keine zusätzliche Speicherung stattfindet, entstehen Kosten für die Bereitstellung und Nutzung der Daten. Der SAP Business Data Cloud Capacity Unit Estimator zeigt, dass auch für SAP Business Data Cloud Connect Capacity Units berücksichtigt werden können. Der tatsächliche Bedarf hängt von den Annahmen des jeweiligen Szenarios ab und sollte deshalb mit den erwarteten Datenmengen und Nutzungsmustern individuell berechnet werden.

Welche Kosten sollten Unternehmen langfristig betrachten?

Für Unternehmen, die Microsoft Fabric als zentrale Analytics- und AI-Plattform etablieren möchten, ist deshalb vor allem eine Frage entscheidend:

Soll die Bereitstellung der SAP-Daten dauerhaft über einen nutzungsabhängigen Sharing-Dienst erfolgen oder ist eine transparente Architektur mit planbaren Kosten geeigneter?

Für Microsoft Fabric befindet sich diese Integration aktuell noch in der Einführungsphase. Die ursprünglich für das dritte Quartal 2026 angekündigte General Availability (kurz: GA) wurde nach aktuellem Stand auf Ende des ersten Quartals 2027 verschoben. Unternehmen sollten deshalb den jeweils aktuellen Verfügbarkeitsstand vor einer Architekturentscheidung prüfen.

Bei steigenden Datenmengen, häufigen Zugriffen oder zusätzlichen KI-Szenarien kann sich der Verbrauch verändern. Unternehmen sollten deshalb verschiedene Nutzungsszenarien kalkulieren und regelmäßig mit dem tatsächlichen Verbrauch abgleichen. Für CFOs, Einkaufsabteilungen und IT-Verantwortliche, die SAP-Daten dauerhaft für Analytics-, Reporting- und AI-Szenarien in Microsoft Fabric nutzen möchten, zählt deshalb nicht allein die Art des Datentransfers. Entscheidend ist vielmehr, wie transparent, planbar und wirtschaftlich die gesamte SAP-Fabric-Architektur langfristig betrieben werden kann.

Alternative Architektur: SAP-Daten direkt in Microsoft Fabric bereitstellen

Neben Zero-Copy-Szenarien können Unternehmen relevante SAP-Daten gezielt extrahieren und dauerhaft in Microsoft Fabric bereitstellen. Dieser Ansatz erzeugt bewusst eine Datenkopie in OneLake, stellt die Daten dafür aber unabhängig von der SAP-Quellumgebung für Analyse-, Berichts- und KI-Szenarien zur Verfügung.

Mit dab Nexus lässt sich dieser Ansatz umsetzen. Die Lösung stellt Daten aus SAP ERP und SAP S/4HANA direkt für Microsoft Fabric bereit. Bei einer Verbindung über RFC wird ein SAP-zertifiziertes Add-On im SAP-System installiert. Änderungen am SAP-Standard sind dafür nicht erforderlich. Alternativ unterstützt dab Nexus auch eine Anbindung über OData. Das abonnementbasierte Lizenzmodell von dab Nexus ist nicht an das übertragene Datenvolumen oder die Anzahl der extrahierten Datensätze gekoppelt. Zusätzlich zur Lizenz sollten Unternehmen jedoch die Kosten für Betrieb, Microsoft Fabric, Speicherung und Datenübertragung berücksichtigen.

Planbare Kosten mit dab Nexus

Während sich der Bedarf an Capacity Units bei SAP Business Data Cloud Connect abhängig von der Nutzung verändern kann, basiert dab Nexus auf einem abonnementbasierten Lizenzmodell. Dadurch lassen sich die Softwarelizenzkosten im Voraus kalkulieren. Hinzu kommen je nach Architektur Kosten für Betrieb, Microsoft Fabric, Speicherung und gegebenenfalls weitere lizenzierte Verbindungen.

Open Mirroring als Ziel für die Datenbereitstellung

Besonders interessant wird dieser Ansatz in Verbindung mit dem Open-Mirroring-Konzept von Microsoft Fabric. Dabei handelt es sich nicht um Zero Copy. Die Daten werden bewusst nach Microsoft Fabric repliziert und stehen dort für nachgelagerte Analyse-, Berichts- und KI-Szenarien zur Verfügung. Nach aktueller Microsoft-Dokumentation wird der Fabric-Rechenaufwand für die Replikation nicht berechnet. Für den Speicher gelten jedoch kapazitätsabhängige Grenzen.

Das Ergebnis:

  • Daten liegen direkt in der Microsoft-Umgebung
  • AI- und Analytics-Workloads können unmittelbar darauf zugreifen
  • Für die Bereitstellung über dab Nexus fallen keine verbrauchsabhängigen Gebühren an

Fazit: SAP Zero Copy im Gesamtkostenvergleich

SAP Zero Copy kann zusätzliche physische Replikationen vermeiden. Es reduziert jedoch nicht automatisch die Kosten.

SAP selbst berechnet die Nutzung von Delta Sharing über Capacity Units für Datentransfer und Verarbeitungszugriffe. Unternehmen sollten deshalb nicht nur die technische Architektur betrachten, sondern die vollständigen Betriebskosten über mehrere Jahre hinweg bewerten.

Wer Microsoft Fabric als zentrale Datenplattform etablieren möchte, findet in dab Nexus eine attraktive Alternative:

  • SAP-zertifizierte Datenextraktion
  • Unterstützung von SAP ERP und SAP S/4HANA
  • Direkte Bereitstellung für Microsoft Fabric
  • Abonnementbasierte Softwarelizenz statt volumenabhängiger Nexus-Lizenzierung
  • Unterstützung von Microsoft Fabric Open Mirroring

SAP Zero Copy und direkte Datenbereitstellung haben unterschiedliche Stärken. Entscheidend ist, welcher Ansatz den fachlichen Anforderungen, der bestehenden Plattformstrategie und den erwarteten Gesamtkosten besser entspricht.

Prüfen Sie gemeinsam mit unseren Experten, welcher Ansatz zu Ihrer SAP- und Microsoft-Fabric-Architektur passt.

 

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