20.08.2015

Warum ei­gent­lich ACL™? – Eine Po­si­tio­nie­rung

Seit mittlerweile 11 Jahren bieten wir digitale Datenanalyse mit ACL™, und in diesem Blogpost möchte ich Ihnen ein paar Gründe dafür nennen.

ACL™ Datenanalyse

Warum favorisieren wir ACL™? Natürlich hilft es, wenn man die Software, mit der man arbeitet (bzw. in unserem konkreten Fall seit Anfang diesen Jahrs sogar vertreibt) selber gerne einsetzt. Aber muss es denn wirklich ACL™ sein, und was ist mit Microsoft Excel™ oder Access™ oder anderen Datenanalyse-Tools wie z.B.: IDEA? Erst einmal sei gesagt, dass unser Hauptanliegen als Firma das Etablieren der Datenanalyse an sich ist (und zwar der wenn man so will „guten“ Datenanalysen, wie auch -> in diesem Blogpost beschrieben). Wir freuen uns, wenn jemand Datenanalyse bei sich einsetzt oder etabliert, ganz unabhängig von der Software, die genutzt wird. Das können Sie jetzt glauben oder nicht, Fakt ist aber, dass es uns manchmal etwas erschreckt, wenn man sieht wie wenig Selbstverständlich das digitale Prüfen in der internen Revision, oder strukturierte Datenanalyse im Allgemeinen in Unternehmen oft noch sind. Aus diesem Grund unterstützen wir Datenanalyse grundsätzlich softwareunabhängig, z.B. wenn es um Visualisierung oder datenbankgestützte Ansätze geht.

Wir selber sind mit der Software ACL™ während des Wirtschaftsinformatik-Studiums an der TH Deggendorf in den Jahren 2002/2003 in Berührung gekommen. Dies geschah im Rahmen der Vorlesung „Finanzen und Controlling“ bei Prof. Dr. Georg Herde bei einer Projektarbeit. Zusammen mit meinem jetzigen Geschäftsführerkollegen Martin Riedl haben wir GDPdU-Daten in ACL™ importiert und ausgewertet. ACL™ in der damaligen Version 7 war offen gesagt ein Tool, das man erst auf den zweiten (oder vielleicht sogar dritten oder vierten) Blick schätzen gelernt hat. Wer als Student an Microsoft™ Software gewohnt war, für den wirkte die Bedienung kompliziert, die Oberfläche angestaubt und der Sinn sowie die Daseinsberechtigung erschlossen sich nicht auf Anhieb. (Sie merken, ich sollte langsam anfangen, die Kurve zu kriegen.)

Während der Projektarbeit wurde auch die Schnittstelle zur Extraktion von SAP® Daten (dab:Exporter) entwickelt und diese bildete später die Basis für die Firmengründung der dab:GmbH. Wir setzten ACL™ strukturiert zur Analyse von Daten aus SAP® Systemen ein, und so langsam kristallisierten sich auch für mich als Skeptiker im Tagesgeschäft die Vorteile und Alleinstellungsmerkmale heraus:

  • Die Fähigkeit, große Datenmengen handhaben zu können:
    Wir waren bereits 2005 mit unserer Software dab:Exporter in der Lage, Daten nahezu im Terabyte-Größenordnungen aus SAP® Systemen zu extrahieren, lange bevor das Wort „Big Data“ modern wurde. Mit Excel™ oder Access™ war an ein Handling solcher Datenmengen nicht mehr zu denken. Trotzdem waren wir, z.B. bei Bayer AG im Rahmen des STAAN Projektes in der Lage, diese auf (damals!) handelsüblichen Laptops mit externen Festplatten zu verarbeiten.

  • Der Nur-Lesezugriff:
    ACL™ schützt die Daten vor unbeabsichtigten Änderungen durch den Benutzer, und das ist auch gut so. Wer öfter komplexe Analysen in Excel™ durchführt, der kennt vielleicht die Situation, dass man versehentlich eine Spalte sortiert, und der Rest aber unsortiert bleibt. Oder Formeln nicht konsistent sind, oder Zellinhalte verschoben oder gelöscht werden. Dies stellt gerade bei komplexen Analysen eine Gefahr dar. Insofern ist es beruhigend, dass ACL™ dies im Tagesgebrauch zu verhindern weiß.

  • Das praktische Logfile:
    Ebenfalls ein Thema bei komplexen, schwierigen Analysen ist die Nachvollziehbarkeit. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man nach zwei Wochen harter Analysearbeit endlich ein spannendes, finales Ergebnis produziert hat, allerdings nicht mehr nachvollziehen kann, wie genau dieses erreicht wurde. ACL™ zeichnet so gut wie alle einzelnen Arbeitsschritte in einem eigenen Logfile auf, so dass man nie die Orientierung verliert, auch nicht bei anspruchsvollen Analysetätigkeiten.

  • Wiederverwendbare Routinen durch die ACL™ Skriptsprache:
    Wer öfter mit denselben Daten und ähnlichen Aufgaben zu tun hat, der wird versuchen wollen, diese zu automatisieren. Unser Portfolio an SAP® Analysen, welches initial im STAAN Projekt bei der Bayer AG entwickelt wurde, ist in der ACL™ Skriptsprache umgesetzt. Diese ermöglicht dabei nicht nur das Programmieren von Routinen ähnlich Excel™ Makros, sondern hat den großen Vorteil, dass sie auch von Nicht-IT-Spezialisten zumindest verstanden werden kann; man muss also kein Programmierer sein, um zu verstehen, was eine Analyse macht, und das trägt stark zur Transparenz bei. Es wird keine Blackbox erzeugt, sondern eine transparente, wartbare Lösung. Heute würde man die Analysen als „Analyse-Apps“ bezeichnen, wenn man dem Zeitgeist folgen will.

  • Die Kombination der Stärken aus Excel™ und Access™:
    Einer der größten Benefits von ACL™ ist die Arbeit mit mehreren Tabellen. Verschiedene Listen zu verbinden, Tabellen abzugleichen, Relationen aufzubauen oder zu Joinen – wo man mit normalen Spreadsheet-Anwendungen schnell an Grenzen stößt, auch in Sachen der Bedienbarkeit, liefert ACL™ als Hybridlösung einen praktikablen Ansatz.

  • Vordefinierte Analyse-Befehle und Funktionen:
    Unscharfe Duplikate, Klassifizieren, Kreuztabellen (ähnlich Pivot), Lückenanalysen – ACL™ bringt ein Portfolio von Funktionalitäten mit, die sich bestens für Datenanalyse im Allgemeinen und Revisionstätigkeiten im Speziellen eignen.

Es wären noch viele weitere Vorteile zu nennen, etwa wenn es um die mächtigen Funktionen in Zusammenhang mit Texten geht, die sonst nur – wesentlich technischer – Ansätze wie REGEX etc. bieten, oder dass ACL™ es geschafft hat, komplexe Analysen auch Nicht-IT-Spezialisten zu ermöglichen. Natürlich kann man wahrscheinlich proklamieren „Das bieten andere Tools auch?“

Das mag sein, und wir werden auch nie gegen eine andere Software argumentieren. Aber wir haben festgestellt, dass wir im Laufe der Jahre bei Projekten jeder Größenordnung (von fünf- bis siebenstelligen Budgets) alle Anforderungen mit ACL™ abdecken konnten; mehr noch, ACL™ hat uns ermöglicht, Projekte durchzuführen, die wir anders nicht hätten umsetzen können. Wenn man mit einem Tool sich über so einen langen Zeitraum erfolgreich am Markt und in der Praxis etablieren kann, dann spricht das eindeutig für diese Lösung. Man merkt, dass der Grundstein der ACL™ Software fundiert von Prof. Will gelegt wurde. Es handelt sich nicht nur um „ein Tool“, sondern um ein stimmiges, durchdachtes Gesamtkonzept, das sich vor allem in der Audit Command Language widerspiegelt, und heute aktueller denn je ist. Aus der angestaubten Oberfläche ist mittlerweile eine Software geworden, die kurzen Releasezyklen unterliegt, für Client/Server Umgebungen erhältlich ist und regelmäßig mit neuen Funktionalitäten erweitert wird; ACL™ hat als Konzern den Schritt in die Zukunft gewagt mit Subscription als neuem Lizenzmodell und einer kompletten Restrukturierung der Produktpalette, aber auch der eigenen Organisation.

Ob wir ACL™ Fanboys sind? Zumindest sind wir Fans der Datenanalyse an sich – und mit ACL™ lässt sich diese in unseren Augen bestens umsetzen. Aber wir sind auch, und auch das liegt in der Natur unseres Geschäftes, daran interessiert, das richtige Tool für den richtigen Einsatz zu wählen, und nicht betriebsblind zu sein. Process Mining, dafür gibt es eigene Software; um Ad-Hoc Abfragen während der Rechnungserfassung zu prüfen und in Sekundenschnelle gegen Millionen von Transaktionen abzuprüfen, dafür eignet sich SAP™ Hana vermutlich besser, und für einen multinationalen konzernweiten Datenpool ist eine „echte“ Datenbank die klügere Wahl. Aus diesem Grund haben wir den dab:Exporter bereits erfolgreich mit SAP® HANA im Einsatz, oder bieten als Zielformat auch SQL Server an, und setzen Process Mining unter anderem mit der Software „Disco“ um; für Visualisierung von Daten kommt bei Kunden gerne Tableau zum Einsatz. Für die Analyse von Einzeltransaktionen, vergangenheitsbezogene Big Data Analysen, in der der Zugriff auf die Details erhalten bleiben soll, Ad-Hoc Auswertungen und Standardisierung von Abfragen „außerhalb“ von SAP® - dafür setzen wir auf ACL™, und das auf Grund der guten Erfahrungen mit voller Überzeugung. Falls Sie noch kein Datenanalysetool verwendet haben, werfen Sie einen Blick auf die Möglichkeiten, die ACL™ bietet, und zwar unabhängig davon, ob Sie in der Revision, einer Compliance-Abteilung, im Controlling oder der Finanzbuchhaltung arbeiten. Die Revisionsecke hat ACL™ mit ihren Lösungen schon lange verlassen.

Nicht zuletzt sei noch betont, dass so gut wie jede Datenanalyse-Software erst einmal eine leere Hülle ist – natürlich mit vielen Möglichkeiten und Features, aber Leben kann der Datenanalyse erst eingehaucht werden, wenn die Software mit Daten gefüllt und von jemand bedient wird, der sich im Umgang mit dem Tool und in der Interpretation der Daten sicher genug fühlt. Im besten Fall ist auch bereits Analysecontent vorhanden, der viel Grundlagenarbeit ersparen wird. „Content ist king“, und zwar nicht nur bei content-based marketing, sondern auch im Bereich der Datenanalyse. Dies gilt für Content in Form von Software (z.B. den vordefinierten Analysen für SAP® Daten) ebenso wie für „Know-How-Content“, welches Datenanalysten mit Domänenwissen einbringen können, wie im letzten Blogpost dargestellt. Dieser Content und das Domänenwissen machen heutzutage den Unterschied bei der Einführung einer guten Lösung aus – auch wenn die Tools vergleichbar oder ähnlich sein mögen.

Um die Eingangsfrage zusammengefasst zu beantworten: Es muss nicht zwingend ACL™ sein – aber Sie können damit eine Best-in-Class Datenanalyselösung in Ihrem Haus schaffen, da

  • es alle wesentlichen Features bietet, damit Sie Daten jeder Art sehr gut analysieren können
  • Die Herstellerfirma ACL™ sich auch für die Zukunft bestens positioniert hat mit Ihren Lösungen und das Ohr am Puls der Zeit hat.
  • Und nicht zuletzt wir für viele Fragestellungen (mit Fokus auf SAP® Daten) Ihnen einzigartigen Analysecontent bieten, der zu vermeiden hilft, dass die ACL™ Software im Regal landet und zu „Shelfware“ im Unternehmen wird.
  • Durch Datenanalysten mit Domänenwissen können Sie das Lösungspaket entweder selber abrunden, oder wir helfen Ihnen durch unsere Services und unser Training dabei.

Das Fazit aus unserer Sicht: Wenn Sie sich für Datenanalyse interessieren und diese in Ihrem Hause etablieren wollen, sollten Sie ACL™ als Lösung in Betracht ziehen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie in Revision, Controlling, Compliance, Steuer- oder Wirtschaftsprüfung, der Buchhaltung oder der IT tätig sind. ACL™ bietet ein Produktportfolio, welches Ihnen ermöglicht, Datenanalyse fundiert und strukturiert zu betreiben.


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